<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>

<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://bioblogg.twoday.net/">
    <title>bionautik (Rubrik:Geschichten aus dem C.)</title>
    <link>http://bioblogg.twoday.net/</link>
    <description>to boldly go where no bio has nauted before</description>
    <dc:publisher>bionaut</dc:publisher>
    <dc:creator>bionaut</dc:creator>
    <dc:date>2005-01-11T16:54:48Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    <cc:license rdf:resource="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/" />

    <image rdf:resource="http://twoday.net/static/bioblogg/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://bioblogg.twoday.net/stories/388529/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://bioblogg.twoday.net/stories/383272/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://twoday.net/static/bioblogg/images/icon.jpg">
    <title>bionautik</title>
    <url>http://twoday.net/static/bioblogg/images/icon.jpg</url>
    <link>http://bioblogg.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://bioblogg.twoday.net/stories/388529/">
    <title>Wie man Frust abbaut</title> 
    <link>http://bioblogg.twoday.net/stories/388529/</link>
    <description>So, bin wieder da und mehr oder weniger gl&amp;uuml;cklich. Bin dann doch erstmal wieder in den Hubbelbubbel, in der Hoffnung, dass die dort die seit kurzem klaffende L&amp;uuml;cke, die ich letztens hinterlassen hatte, vllt. inzwischen mit Naokos L&amp;auml;cheln aufgef&amp;uuml;llt haben. Haben sie aber nicht. Stattdessen ist mir aufgefallen, dass sich hinter der verursachten Leere noch eine zweite Reihe von B&amp;uuml;chern befindet. Ich nat&amp;uuml;rlich gleich rumgest&amp;ouml;bert und siehe da: etwas versteckt und abseits der L&amp;uuml;cke stehen doch tats&amp;auml;chlich noch mehr Murakamis; wie das so ist mit Sch&amp;auml;tzen: manchmal muss man eben danach graben. Auch Naokos L&amp;auml;cheln war dabei. Gibt&amp;acute;s jetzt nat&amp;uuml;rlich nicht mehr da... alles ist wieder gut. ;o)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem weiss ich jetzt, dass der wundervolle kleine Laden mit den dunklen Sch&amp;auml;tzen schon seit ca. vier Wochen offen hat. Als ich das erste Mal da war, hatten sie dort eine Kinder-Sonderaktion, weshalb ich annahm, es sei der Er&amp;ouml;ffnungstag; war es aber gar nicht. Hab mir erstmal eine frisch zubereitete Trinkschokolade servieren lassen: heisse Milch mit echter Chili-Schokolade zum darin Aufl&amp;ouml;sen... leeecker. :o) Hab mich auch wieder ein wenig mit der tollen Frau hinter der Theke unterhalten und erfahren, dass sie fieberhaft an einem Internet-Shop arbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab&amp;acute;s nur nicht sehr lange darin ausgehalten, weil ein aufdringlich verliebtes P&amp;auml;rchen reinkam und wild zwischen Trinkschokoladen-Rumgenippe st&amp;auml;ndig an sich rumschlabbern mussten. Nat&amp;uuml;rlich war ich zuerst ein wenig neidisch, aber dann war es auch einfach unertr&amp;auml;glich. Diese wabbernde Lust-auf-Sex-hier-und-jetzt-und-&amp;uuml;berhaupt-st&amp;auml;ndig-und-&amp;uuml;berall-Aura um die beiden rum, war fast schon ekelhaft. Wenn man ihr ins Gesicht sah, h&amp;auml;tte man schw&amp;ouml;ren k&amp;ouml;nnen, dass Sie unter Drogen gestanden hat und ihm triefte bereits das Sperma aus den Augen. Da hat auch das gepflegte &amp;Auml;ussere, ein bl&amp;uuml;tenweisses Hemd und ein teueres Sakko nichts daran ge&amp;auml;ndert. Sein halbes Gesicht war schon ganz nass von all dem Abgeschlabbere. Die sind schon Lippe an Lippe zur T&amp;uuml;r rein und konnten kein Auge voneinander lassen. Hat nur noch gefehlt, dass sie sich hinkniet und.. naja, ihr wisst, worauf ich hinaus will, weil viel hat n&amp;auml;mlich nicht gefehlt und es w&amp;auml;r passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total unpassend irgendwie. Das Chocolat ist doch kein Rotlicht-Nachtclub, sondern ein romantischer wundervoller kleiner Laden, in den auch viele Kinder kommen und diese Sex-Show der beiden hatte nichts, aber auch gar nichts romantisches oder erotisches; es war schlichtweg nur noch vulg&amp;auml;r und schmutzig. Und ich bin mitnichten pr&amp;uuml;de, was diese Dinge angeht oder stehe nur auf total normal oder so; ganz im Gegenteil. Vulg&amp;auml;r und schmutzig hat durchaus seine Reize - am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. Es gibt f&amp;uuml;r alles das passende Drumherum und das Chocolat um halb f&amp;uuml;nf nachmittags, wenn eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn da ist und ich meine Chili-Schokolade genie&amp;szlig;en m&amp;ouml;chte, ist NICHT der richtige Ort und NICHT der richtige Zeitpunkt f&amp;uuml;r das vulg&amp;auml;re Verhalten von zwei bespringbereiten Liebesschweinen, die grad &amp;acute;ner &amp;Uuml;berdosis an Hormonen ausgesetzt sind. Da h&amp;auml;tten die beiden doch nur 500 Meter um die Ecke gehen brauchen, um sich ihres Druckes in der Peepshow bzw. im Sex-Kino entledigen zu k&amp;ouml;nnen. Ein mehr oder weniger billiges Hotel w&amp;auml;re auch gleich um die Ecke gewesen. Sorry, kapier ich einfach nicht. Wie r&amp;uuml;cksichtslos, egoistisch und verdorben kann man eigentlich sein? Der kleine Junge sah schon ganz verst&amp;ouml;rt drein und ich, ich wollte in Ruhe meine Chili-Schokolade genie&amp;szlig;en, verdammt! *grrrrr*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren es meine b&amp;ouml;sen Blicke, mein alles sagender Gesichtsausdruck, dieses oftmals ge&amp;uuml;bte, gnadenlose in die Augen Starren, das den Spuk vorl&amp;auml;uftig erstmal beendet hatte. Die Mama des kleinen Jungen hatte &amp;uuml;brigens auch so &amp;acute;nen Blick drauf. Wie gut, dass ich nichts sagen musste... Gnade euch Gott, denn ich hab heute grad keine... naja, ihr wisst schon. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber genug davon jetzt. &lt;br /&gt;
Hab mich noch ein wenig von der tollen Frau &amp;uuml;ber die verschiedenen Kakao-Bohnen und deren Verarbeitungszust&amp;auml;nde, die in kleinen Gl&amp;auml;sern ausgestellt waren, aufkl&amp;auml;ren lassen und bin dann mit zwei portablen S&amp;uuml;nden weitergezogen; eine kleine Tafel Schokolade mit Chili und eine mit gr&amp;uuml;nem Jasmin-Tee. Ich bin schon sehr gespannt... ;o)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem war ich noch im C. und hab mich verw&amp;ouml;hnen lassen mit Speis&amp;acute; und Trank. Kellnerin C., unsere irische Lady mit dem trockenen Humor, war heute ziemlich gut drauf und es war recht unterhaltsam. Von meinen Jungs war zwar keiner da, aber unser amerikanischer Chefkoch L. hat daf&amp;uuml;r gesorgt, dass ich das leckere Mittagsmen&amp;uuml; auch um 17 Uhr noch serviert bekommen hab&amp;acute; und der persische Barmann E. gab f&amp;uuml;r einige Bedienstete eine Runde Rest-Champus Veuve Cliquot zu irgendeiner Feier des Tages aus. Naja, bevor man ihn wegsch&amp;uuml;ttet... Alles in allem drei &amp;uuml;berwiegend angenehme Stunden. Einmal mehr wurde mir bewusst, dass das C. mehr wie eine gro&amp;szlig;e internationale Familie ist... eine dufte Truppe das; alles sehr feine Menschen dort. Ich bin froh, dass es sie gibt und ich irgendwie dazu geh&amp;ouml;re.</description>
    <dc:creator>bionaut</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem C.</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 bionaut</dc:rights>
    <dc:date>2004-11-03T19:58:36Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bioblogg.twoday.net/stories/383272/">
    <title>Dunkle Sch&amp;auml;tze, Murakami und das C.</title> 
    <link>http://bioblogg.twoday.net/stories/383272/</link>
    <description>Der Tag fing b&amp;ouml;se an; die Nacht nicht geschlafen, fr&amp;uuml;h um halb 6 endlich m&amp;uuml;de genug, um schlafen zu k&amp;ouml;nnen - theoretisch; dann doch durchgemacht, damit ich schaffe, was ich tags zu schaffen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst zur Sparkasse. Geld einzahlen. Ich stehe 20 Meter vom Schalter weg, weil da ein Schild steht, das um Diskretion bittet. Seh ich ein. Endlich bin ich dran. Mein Schalter links, nach rechts zwei Micromonitore, dann der n&amp;auml;chste Schalter; eine Frau wickelt ihre Gesch&amp;auml;fte ab. Ich frage nach meinem Kontostand, weil ich schonmal da bin und die Bankschlampe sagt laut, sodass es jeder h&amp;ouml;ren kann: rot, leicht erhellt, nicht mehr ganz so dunkel wie noch vor ein paar Wochen. Danke! Ich denke: super!! soviel zur verfickten Diskretion und stelle mir vor, wie ich ihr das Schild zwischen die Z&amp;auml;hne schiebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rein ins Auto und ab zur n&amp;auml;chsten Station. Vor mir ein BMW, der urpl&amp;ouml;tzlich anh&amp;auml;lt; kein Blinker, nix. Ich warte; was hat er vor? Zwei weisse Lichter, Adrenalinschub massiv und BMW zack zur&amp;uuml;ck voll in mich rein. Danke! Ich denke: super! soviel zur verfickten Tagesplanung. Der BMW wollte den Parkplatz einer Frau haben, die gerade ausparken will, aber stattdessen hat er jetzt mich am Hals. Gnade ihm Gott, weil ich hab grad keine Gnade mehr &amp;uuml;brig. Die Frau interessiert das alles &amp;uuml;berhaupt nicht; ich schnell hin, klopfe an die Scheibe, bevor sie abrauschen kann und bitte um Zeugendaten, die ich sp&amp;auml;ter gar nicht brauchen werde. Es stellt sich n&amp;auml;mlich heraus, dass ich den BMW-Fahrer von fr&amp;uuml;her kenne; wir plaudern, erinnern und kl&amp;auml;ren alles. Schaden ist mikroskopisch; obwohl es ziemlich geknallt hat. Wir tauschen unsere aktuellen Daten, lachen schon wieder und verabschieden uns herzlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringf&amp;uuml;gig aus dem Zeitplan geht&amp;acute;s endlich weiter zur n&amp;auml;chsten Station. Der Hardware-H&amp;auml;ndler. der mir vor 6 Monaten Schrott verkauft hat, und der den Schrott vor 5 Wochen f&amp;uuml;r 4 Wochen zum Hersteller zur Reparatur geschickt hatte, kriegt den immer noch nicht funktionierenden Schrott wieder zur&amp;uuml;ck. Das war der Plan. Der Service-Mensch hinter der Theke fragt, was denn nun schon wieder sei und ich krieg schon wieder &amp;acute;nen Adrenalinschub seines unversch&amp;auml;mten Tones wegen. Als ich anfange noch verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig ruhig zu erkl&amp;auml;ren, was los sei, nimmt er einfach das kaputte Teil und geht weg. Mitten in meinen Schilderungen bzgl. der aufgetretenen Fehler. Ich krieg &amp;acute;ne &amp;Uuml;berdosis Adrenalin ob der Unversch&amp;auml;mtheit und versuche, den Pegel hoch zu halten bis er wieder da ist. Unversch&amp;auml;mt kann ich n&amp;auml;mlich auch ziemlich gut; vor allem heute. Der Service-Mensch hat sich einfach den falschen Kunden am falschen Tag rausgesucht. Er wird leiden, jetzt und den ganzen Tag; das steht fest! Ich sag ihm erstmal, dass ich keine Ahnung hab, woran es liegen k&amp;ouml;nnte (obwohl ich welche hab) und dass mich das auch alles gar nicht interessiert und auch nicht interessieren muss; ich will endlich f&amp;uuml;r mein Geld einen funktionierenden Schrott, den ich auch wirklich nutzen kann und der nicht alle 2 Tage f&amp;uuml;r 4 Wochen irgendwo nach Japan, Korea oder Hongkong verschickt wird, weil der Hersteller auf eine Reparatur besteht und seinem Basteltrieb nachgehen will. Ich will auch kein Geld zur&amp;uuml;ck oder `nen anderen Schrott; ich will genau so einen Schrott wie ich ihn damals gekauft hab - und zwar einen, der auch dauerhaft funktioniert; und wenn er nicht willig oder f&amp;auml;hig ist, dies zu regeln, dann werde ich hier und jetzt einen Chef-Menschen finden, der das kann. So! Der Service-Mensch ist pl&amp;ouml;tzlich ganz kleinlaut und f&amp;auml;ngt endlich an, sich zu k&amp;uuml;mmern und alles zu regeln; warum nicht gleich so? Mein Adrenalinspiegel normalisiert sich langsam wieder. Danke! Ich denke: super! Was f&amp;uuml;r ein Scheisstag und stelle mir vor, was heute sonst noch alles schiefgehen k&amp;ouml;nnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann passiert es - urpl&amp;ouml;tzlich, total unvermutet, ohne nachzudenken, einfach aus dem Bauch heraus: ich gebe auf, lasse los, denke nicht mehr &amp;uuml;ber das bisher geschehene nach und sage zu mir selbst: der Tag ist noch lang, komme was wolle, egal was, es ist, wie ist es und es wird kommen, was kommen wird. Ich f&amp;uuml;hle mich unmittelbar leicht, entspannt, selig ruhig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gem&amp;uuml;tlich fahre ich wieder nach Hause, weil ich mich endlich hinlegen will. Die restlichen Punkte auf meiner Liste interessieren mich grad nicht mehr. Morgen ist auch noch ein Tag... Zuhause angekommen mache ich alles m&amp;ouml;gliche, nur Schlaf finde ich nicht. Ich lese ein paar meiner Lieblingsbloggs und bin fasziniert von &lt;a href=&quot;http://www.myblog.de/schwieriges_alter&quot;&gt;Maries&lt;/a&gt; letzten paar Eintr&amp;auml;gen und ihrem geheimnisvollen Murakami und beschlie&amp;szlig;e, herauszufinden, was es damit auf sich hat. McGoogle wird helfen. Nach den ersten paar Hinweisen, weiss ich, was ich will, brauche, und zwar jetzt; jetzt sofort. Also auf, wieder in die Stadt, um mir meinen Murakami zu kaufen. Wie auf Schienen direkt zum richtigen Regal im Hubbelbubbel; der erste Blick sofort lauter Murakamis. Ich kann mich nicht entscheiden, also nehm ich drei Taschenb&amp;uuml;cher mit. Warum auch nicht; hab ja eben erst die drei B&amp;uuml;cher von Dan Brown hintereinander weggelesen. Da kann ich jetzt ja auch drei B&amp;uuml;cher von Murakami hintereinander weglesen, oder nicht? Auf dem Weg zur Kasse f&amp;auml;delt sich vor mir ein P&amp;auml;rchen ein. Sie kauft, er zuckt kurz Richtung Sonderauslage neben der Kasse; eine Reihe Esoterik-B&amp;uuml;cher zu je 3,99, die irgendwie bis auf den Titel alle gleich aussehen und auch alle gleich dick sind und wahrscheinlich auch alle mehr oder weniger den gleichen Inhalt haben, mit allem, was das ambitionierte Esoterikherz begehrt: Reiki, Bachbl&amp;uuml;ten, Yoga, Meditation, usw... er zuckt aber wirklich nur sehr kurz dahin; eine abwertende Hab-ich-alles-schon-in-&quot;richtigen&quot;-B&amp;uuml;chern-daheim-und-diese-Reihe-ist-sowieso-alles-Kommerzquatsch-Geste l&amp;auml;sst ihn wieder zur&amp;uuml;ckpendeln. Frau fertig, jetzt endlich ich und meine drei Murakamis. Ich komme mir so gierig vor, aber es ist mir schlichtweg egal. Ich brauch das jetzt. Ich kann machen, was ich will; ich bin frei und die Welt kann mich mal. Ich zahle bar, damit es schneller geht als mit Karte und schreite gl&amp;uuml;cklich von dannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt schnell heim, denke ich und nehme eine Abk&amp;uuml;rzung zum Parkplatz - und da ist er: mein kleiner verlorener Traum, nun Wirklichkeit geworden. Neuer&amp;ouml;ffnung eines wundervollen kleinen Ladens namens &quot;Chocolat&quot;. Einfach so liegt er vor mir; unverhofft und wundersch&amp;ouml;n. Meine Beine &amp;uuml;bernehmen das Denken und bringen mich zu der Person, die meinen kleinen Traum verwirklicht hat, weil ich damals zu feige war, zu mutlos, zu schwach. Ich staune mit w&amp;auml;ssrigen Augen in diesem kleinen wundervollen Laden umher. &amp;Uuml;berall Schokolade; und nicht eine einzige Sorte oder Marke oder Schachtel oder Verpackung oder was auch immer, die ich schonmal irgendwo gesehen h&amp;auml;tte. &amp;Uuml;berall unbekannte dunkle Sch&amp;auml;tze liebevoll ausgelegt. Ich gehe zur Theke, hinter der eine wahnsinnig attraktive Frau frischen echten Kakao f&amp;uuml;r einige G&amp;auml;ste zubereitet. Ich frage h&amp;ouml;flich, ob das Ihr Laden sei, sie l&amp;auml;chelt und bejaht; ich sage ihr, dass dies ein wundersch&amp;ouml;ner kleiner Laden sei und sie bedankt sich gl&amp;uuml;cklich und erkl&amp;auml;rt mir voller Stolz, dass sie selbst die B&amp;ouml;den eigenh&amp;auml;ndig verlegt h&amp;auml;tte. Ich sag ihr, dass ich mich nochmal etwas umsehen muss, tue dies auch, gehe einmal rundrum und komme immer noch v&amp;ouml;llig paralysiert, fasziniert und gl&amp;uuml;cklich wie weihnachten wieder bei der Theke an. Ich muss ihr gleich nochmal sagen, wie wundervoll dieser kleine Laden ist und krieg sowas von einem dicken Klo&amp;szlig; im Hals, dass ich ganz w&amp;auml;ssrige Augen bekomme. ich drehe mich aus Scham leicht zur Seite, neige den Kopf etwas, damit sie es nicht mitbekommt und sie strahlt und bedankt sich herzlich f&amp;uuml;r das Kompliment. Sp&amp;auml;ter spreche ich mit ihr &amp;uuml;ber sinnvolleschokolade.de und kaufe drei kleine S&amp;uuml;nden; daf&amp;uuml;r leg ich ein kleines Verm&amp;ouml;gen auf die Theke, aber ich bin sowas von gl&amp;uuml;cklich, das glaubt mir jetzt keiner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Auto angekommen, beschlie&amp;szlig;e ich, erstmal ins C. zu fahren und gem&amp;uuml;tlich einen Latte Macciato zu schl&amp;uuml;rfen. Das C. geh&amp;ouml;rt Freunden von mir und dieser unser Sandkastenfreunde-Clan trifft sich hier regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig, fast t&amp;auml;glich, freitags und samstags immer. Es ist 17 Uhr, also noch drei Stunden Happy Hour. Der Latte ist cremig und ich erz&amp;auml;hle B. meinen bisherigen Tagesverlauf mit all seinen H&amp;ouml;hen und Tiefen. Wir philosophieren etwas, gewinnen Alltagserkenntnisse und dann &amp;uuml;berlege ich, wie ich es schaffe, trotz Schlafdefizits bis in die Puppen wach bleiben zu k&amp;ouml;nnen, weil ich jetzt nicht mehr nach Hause m&amp;ouml;chte, sondern hier bleiben will. Einen Vodka Red Bull bitte!  Mehr Freunde treffen ein, wir lachen viel, w&amp;auml;hrend das C. langsam aber sicher die Freitagabendf&amp;uuml;llung bekommt, die es auch verdient hat. Wir essen, trinken, lachen, erz&amp;auml;hlen uns das Neueste und sp&amp;auml;ter treffen noch weitere liebe Menschen ein. Noch mehr interessante Gespr&amp;auml;che, trinken, lachen. Das Leben ist sch&amp;ouml;n. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit vergeht erst schnell, dann langsamer.. es wird sp&amp;auml;ter und sp&amp;auml;ter; dann wird es 2 Uhr und das C. muss schlie&amp;szlig;en. Ich habe das Gef&amp;uuml;hl, den aufregendsten und sch&amp;ouml;nsten Tag seit sehr langer Zeit erlebt zu haben und falle jetzt gleich gl&amp;uuml;cklich in mein Bett und werde schlafen bis die Sonne wieder untergeht. Ein neuer Tag im C. wird anbrechen... Latte Macciato und Murakami... Danke Marie :-)</description>
    <dc:creator>bionaut</dc:creator>
    <dc:subject>Geschichten aus dem C.</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 bionaut</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-30T04:11:10Z</dc:date>
  </item> 


<textinput rdf:about="http://bioblogg.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://bioblogg.twoday.net/search</link>
</textinput>
<cc:License rdf:about="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Reproduction" />
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Distribution" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Notice" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Attribution" />
   <prohibits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/CommercialUse" />
</cc:License>

</rdf:RDF>
