Dead Poets (2)
Es scheint, als würde damals begonnenes - aber (noch) nicht abgeschlossenes - hoch oben in den Lüften Warteschleifen fliegen. [Und das offensichtlich schon seit Jahren.] Meine alten Träume sind Flugkörpern gleich, sehnlichst darauf wartend, endlich vom Tower die Erlaubnis zur Landung zu erhalten. Jedoch, die Lotsen streiken.
Viele Träume fliegen dort oben nur noch mit heisser Luft; ihre Tanks sind schon lange (wie lange? - allzu lange!) leer; viele sind auch bereits verunglückt und liegen nun da - zerschellt ... an den scharfen Kanten indoktrinierter "Vernunft" und Konformität. Mahnende Wrackteile, die nunmehr nur noch Trauer in der Gegenwart über die vergebenen Chancen aus der Vergangenheit sind; für immer verloren in den Tiefen der Zeit und Opfer von allzu zögerlichen oder gar falschen Entscheidungen.
Aber ich möchte nicht undankbar sein. Viele Träume sind sicher gelandet und haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und mir glückliche Zeiten geschenkt.
Noch gleiten viele Träume getragen von Hoffnung dort oben und wollen nach Hause geleitet und also erfüllt werden; für Trauer sollte ich daher nicht allzu viel Zeit verwenden. Denn Trauer ist wie der Hochnebel, der die Sicht auf die Sterne trübt. Wenn ich meine geduldig gleitenden und manchmal sich mühevoll am Schweben haltenden Träume erneut beleben will, muss ich sie hoch oben zwischen den trüblichen Wolken auftanken - dort, wo sie leben - und ihnen dadurch neue Kraft geben. Dann werden sicherlich wieder mehr Chancen die eine oder andere Landebahn erleuchten und das heile Ankommen begünstigen.
Eventuell werden noch einige Träume abstürzen, weil mir keine Lotsen zur Seite stehen oder ich sie einfach des Bodennebels der Verzweiflung wegen nicht richtig erkennen kann; aber vielleicht darf ich auch bald wieder den einen oder anderen Chancengeber - wild mit Wegweisern winkend - entdecken und so den einen oder anderen Traum verwirklichen. Es wäre so schön. Auch entpuppt sich manches Mal bei näherem Hinsehen ein vermeintlich abstürzender Traum dann doch als brennend-glühende Sternschnuppe, die die Chance auf einen neuen, veränderten Wunsch gebiert - der wiederum neue Träume hervorzubringen vermag. Denn nur solange ich träume, werde ich wahrhaftig wach und aktiv sein ... und lebendig.
Fest steht auch, dass jede noch so kleine wahrgenommene Chance den Nebel am Boden und in den Höhen lichten wird. Sie wird den Blick auf die vielen Befeuerungen der unzähligen Landebahnen freilegen, und der Hochnebel der Ungewissheit und Unsicherheit wird dem Funkeln eben jener Sterne - und manchmal auch Schnuppen - weichen, die ich meine Träume nenne.
Viele Träume fliegen dort oben nur noch mit heisser Luft; ihre Tanks sind schon lange (wie lange? - allzu lange!) leer; viele sind auch bereits verunglückt und liegen nun da - zerschellt ... an den scharfen Kanten indoktrinierter "Vernunft" und Konformität. Mahnende Wrackteile, die nunmehr nur noch Trauer in der Gegenwart über die vergebenen Chancen aus der Vergangenheit sind; für immer verloren in den Tiefen der Zeit und Opfer von allzu zögerlichen oder gar falschen Entscheidungen.
Aber ich möchte nicht undankbar sein. Viele Träume sind sicher gelandet und haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und mir glückliche Zeiten geschenkt.
Noch gleiten viele Träume getragen von Hoffnung dort oben und wollen nach Hause geleitet und also erfüllt werden; für Trauer sollte ich daher nicht allzu viel Zeit verwenden. Denn Trauer ist wie der Hochnebel, der die Sicht auf die Sterne trübt. Wenn ich meine geduldig gleitenden und manchmal sich mühevoll am Schweben haltenden Träume erneut beleben will, muss ich sie hoch oben zwischen den trüblichen Wolken auftanken - dort, wo sie leben - und ihnen dadurch neue Kraft geben. Dann werden sicherlich wieder mehr Chancen die eine oder andere Landebahn erleuchten und das heile Ankommen begünstigen.
Eventuell werden noch einige Träume abstürzen, weil mir keine Lotsen zur Seite stehen oder ich sie einfach des Bodennebels der Verzweiflung wegen nicht richtig erkennen kann; aber vielleicht darf ich auch bald wieder den einen oder anderen Chancengeber - wild mit Wegweisern winkend - entdecken und so den einen oder anderen Traum verwirklichen. Es wäre so schön. Auch entpuppt sich manches Mal bei näherem Hinsehen ein vermeintlich abstürzender Traum dann doch als brennend-glühende Sternschnuppe, die die Chance auf einen neuen, veränderten Wunsch gebiert - der wiederum neue Träume hervorzubringen vermag. Denn nur solange ich träume, werde ich wahrhaftig wach und aktiv sein ... und lebendig.
Fest steht auch, dass jede noch so kleine wahrgenommene Chance den Nebel am Boden und in den Höhen lichten wird. Sie wird den Blick auf die vielen Befeuerungen der unzähligen Landebahnen freilegen, und der Hochnebel der Ungewissheit und Unsicherheit wird dem Funkeln eben jener Sterne - und manchmal auch Schnuppen - weichen, die ich meine Träume nenne.
bionaut - Do, 25. Nov, 10:26 - Papiergedanken
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