Eines der ganz großen Übel der Menschheit ist die Macht und die Gier danach. Macht kann nur entstehen, wenn man sie jemandem verleiht oder gleich ganz gibt; man verleiht sie, aber man bekommt sie sowieso nie zurück; wenn man sie gibt, hat sie der andere und man selbst hat in der Regel nix mehr.
Schon komisch: wenn ich jemandem was leihe und krieg´s nicht mehr zurück, dann verleih ich an diese Person nie wieder was. Bei der Macht ist das aber anders. Wir verleihen sie ständig - oft ohne es überhaupt zu wissen und bewusst wahrzunehmen - und verleihen oder geben anderen Macht über uns. Und die, die sie bekommen, geben sie nie zurück, missbrauchen sie eigentlich immer (meistens vor allem gegen uns) und wollen auch immer mehr davon. Macht akkumuliert sich auch ganz leicht und bekommt schnell willige Helfer, die noch mehr Macht für andere einsammeln.
Das Problem entsteht aber schon in dem Moment, wo ich jemandem überhaupt die Macht übergebe - über mich, über meine Umgebung. Dabei hat die bei dem anderen überhaupt nichts zu suchen und wenn es keine Menschen gäbe, die Macht abgeben oder verleihen würden, dann existierte das ganze Problem überhaupt nicht.
Die Menschen sind sooo dumm und sind auch die einzigen Wesen, die nie aus ihren Fehlern lernen - auch, wenn sie es ständig behaupten, unentwegt von sich selber denken und es den anderen Menschen weismachen wollen; es stimmt einfach nicht, dass wir lernfähig sind. Alle Tatsachen sprechen dagegen! - - - Und ich bin auch einer davon.
bionaut - Mo, 29. Nov, 14:39 -
Papiergedanken