Hab eben einen Artikel auf
n-tv.de gelesen, in dem uns beiläufig mitgeteilt wird, dass das Bundeskabinett das Mandat zur sogenannten "Anti-Terror-Operation" "Enduring Freedom" um ein weiteres Jahr verlängert hat. Und zwar, weil der "Kampf" noch lange nicht gewonnen sei und auch keiner sagen könne, wann dieser "Kampf" vorüber ist.
Praktisch irgendwie.. und konsequent natürlich, weil ja auch keiner genau sagen
kann will, warum und gegen wen da eigentlich genau gekämpft wird. Wäre ja auch zu blöd, wenn herauskäme, um was es da wirklich geht, da draussen... weit weg, in Afghanistan... am Arsch der Welt.
Aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso dagegen bin, dass wir in der Welt herumspazieren und Krieg egal gegen wen oder was führen, ist mir bei dieser Gelegenheit wieder eingefallen, was Noam Chomsky nach Beginn dieser Operation bei einem Vortrag - ich glaub, an der Harvard-Uni war´s (find jetzt die Videoaufzeichnung grad nicht) - festgestellt hat.
Nämlich dass "to endure" erstmal synonym zu "to suffer" ist. Selbst den vielen hochgebildeten, "native english speaking" Zuhörern war das nicht gleich aufgefallen. Ein durch das Publikum wanderndes "Ahh, ja, genau"-Erlebnis war vielen Anwesenden deutlich anzumerken.
"Enduring Freedom?!" Ja, klar doch... man kennt das ja: Code-Namen lassen immer eine unterschwellige Botschaft im Subtext mitschwingen. So gesehen trifft die Bezeichnung für die Operation exakt das, was damit erreicht werden wird... und ganz sicher auch damit erreicht werden soll.