Lies das oder du bist morgen tot
Laut einer Meldung auf n-tv.de macht Chatten krank. Online-Zocken auch. Überhaupt alles, was man am Rechner online so machen kann, ist praktisch ultra gefährlich. Und schädlich natürlich sowieso. Sacht der "Experte"! Na, dann wird´s schon stimmen, oder?
Ich log sofort aus!!! Und mach das Internet auch nie mehr an. Versprochen! Am besten wäre es, wir würden alle das Internet ausschalten.
Zwei Absätze lang wird die neue "Wahrheit" verkündet bis man so beiläufig erfährt (und man kann es leicht überlesen), dass hier einer nur rät, aber nix weiss: "Es sei aber schwierig, ursächliche Zusammenhänge wissenschaftlich nachzuweisen". Steht da.
Somit hätte man sich den Artikel eigentlich komplett schenken können, weil raten kann ich selber - da brauch ich keinen "Experten" dazu. Früher war der nächste Stammtisch gleich um die Ecke - heute ist er nur noch einen Klick weit entfernt, oder wie!?.
Bevor man das aber checkt, ist die Botschaft längst vermittelt und damit das auch möglichst keiner als letzte Information im Gedächtnis behält, wird auch gleich munter weitergeraten. Daher der dritte Absatz, in dem nochmal bekräftigt wird, dass hier ein "Held der Wissenschaft" beim Verkünden der neuen "Wahrheit" ist und gleich noch ein vierter Absatz, in dem auf die schlimmen Folgen aufmerksam gemacht wird. Die sind es nämlich, die beim Leser im Gedächtnis bleiben sollen. Und dabei spielt es kaum noch eine Rolle, dass die möglichen Folgen ja nicht jeder zu befürchten hätte - sondern nur die charakterlich und psychisch Schwachen sowie diejenigen, die das Ganze exzessiv betreiben. Wie tröstlich!
Angst ist ein starker Verbündeter, wenn es darum geht, die "Nicht-Experten" zum Glauben zu bewegen. Nur darum geht es nämlich. Wir sollen glauben! Wir sollen Angst vor den möglichen Folgen haben und dadurch die neue "Wahrheit" glauben. Das hat früher schon funktioniert - das funktioniert heute immer noch. Überall. Egal, um welches Thema es geht. Chatten oder Terrorismus? Egal. "Glaub´ lieber, was wir dir sagen, sonst musst du evtl. mit schlimmen Folgen rechnen." Oder etwas deutlicher: "Du sollst Abnicken und nicht nachdenken! Verstanden!" - "Sir, ja Sir! Mit Begeisterung, Sir!" (So macht´s z. B. das Militär.)
Altbekanntes Schema: Es wird erstmal was behauptet und auch sofort klar gemacht, dass hier sogenannte "Experten" behaupten. Wenn überhaupt, dann kommt beiläufig (sozusagen "im Kleingedruckten") die einzig relevante Aussage des Artikels zum Vorschein - nämlich, dass man hier nur Vermutungen zu lesen bekommt, aber keine Tatsachen! Aber allerhöchstens nur ein kleines Sätzchen und - wenn irgend möglich - so formuliert, dass alles Behauptete im Bereich des Möglichen bleibt. Nur nichts verneinen! "Ja, aber" klingt nämlich viel positiver und schließt nicht aus. Jetzt nochmal schnell in Erinnerung rufen, dass die "Wahrheit" Experten/seriöse Fachblätter verkünden und dann die Angstnummer abziehen. Zack! Gefickt! - Sowas durchdringt, lähmt und zementiert den Glauben uuuuungemein. Es muss nur irgendwie mehr oder weniger einleuchtend klingen oder ungefähr den Stammtischwahrheiten entsprechen. Es muss von einem "Experten" kommen und schon wird daraus eine "wahre" Botschaft, die zu verbreiten sich alle Medien anschicken.
Cui bono?
Der nächste Schritt ist dann, dass die neue "Wahrheit" über die nächsten paar Monate in unregelmäßigen Abständen in scheinbar verschiedenen Medien so oder ähnlich wiederholt wird. (Wir werden es erleben. Denkt an meine Worte!) Das macht man dann so lange, bis auch der letzte ein Gläubiger wird. Und ich höre schon das Echo beliebiger Stammtischdiskussionen: "Hab ich´s nicht immer gesagt! Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden/bewiesen, dass... bla bla bla".
Die haben aber einen Scheiss herausgefunden und noch nicht mal einen Furz bewiesen. Die raten nur, die wissen rein gar nichts. So sieht´s aus!
Ich log sofort aus!!! Und mach das Internet auch nie mehr an. Versprochen! Am besten wäre es, wir würden alle das Internet ausschalten.
Zwei Absätze lang wird die neue "Wahrheit" verkündet bis man so beiläufig erfährt (und man kann es leicht überlesen), dass hier einer nur rät, aber nix weiss: "Es sei aber schwierig, ursächliche Zusammenhänge wissenschaftlich nachzuweisen". Steht da.
Somit hätte man sich den Artikel eigentlich komplett schenken können, weil raten kann ich selber - da brauch ich keinen "Experten" dazu. Früher war der nächste Stammtisch gleich um die Ecke - heute ist er nur noch einen Klick weit entfernt, oder wie!?.
Bevor man das aber checkt, ist die Botschaft längst vermittelt und damit das auch möglichst keiner als letzte Information im Gedächtnis behält, wird auch gleich munter weitergeraten. Daher der dritte Absatz, in dem nochmal bekräftigt wird, dass hier ein "Held der Wissenschaft" beim Verkünden der neuen "Wahrheit" ist und gleich noch ein vierter Absatz, in dem auf die schlimmen Folgen aufmerksam gemacht wird. Die sind es nämlich, die beim Leser im Gedächtnis bleiben sollen. Und dabei spielt es kaum noch eine Rolle, dass die möglichen Folgen ja nicht jeder zu befürchten hätte - sondern nur die charakterlich und psychisch Schwachen sowie diejenigen, die das Ganze exzessiv betreiben. Wie tröstlich!
Angst ist ein starker Verbündeter, wenn es darum geht, die "Nicht-Experten" zum Glauben zu bewegen. Nur darum geht es nämlich. Wir sollen glauben! Wir sollen Angst vor den möglichen Folgen haben und dadurch die neue "Wahrheit" glauben. Das hat früher schon funktioniert - das funktioniert heute immer noch. Überall. Egal, um welches Thema es geht. Chatten oder Terrorismus? Egal. "Glaub´ lieber, was wir dir sagen, sonst musst du evtl. mit schlimmen Folgen rechnen." Oder etwas deutlicher: "Du sollst Abnicken und nicht nachdenken! Verstanden!" - "Sir, ja Sir! Mit Begeisterung, Sir!" (So macht´s z. B. das Militär.)
Altbekanntes Schema: Es wird erstmal was behauptet und auch sofort klar gemacht, dass hier sogenannte "Experten" behaupten. Wenn überhaupt, dann kommt beiläufig (sozusagen "im Kleingedruckten") die einzig relevante Aussage des Artikels zum Vorschein - nämlich, dass man hier nur Vermutungen zu lesen bekommt, aber keine Tatsachen! Aber allerhöchstens nur ein kleines Sätzchen und - wenn irgend möglich - so formuliert, dass alles Behauptete im Bereich des Möglichen bleibt. Nur nichts verneinen! "Ja, aber" klingt nämlich viel positiver und schließt nicht aus. Jetzt nochmal schnell in Erinnerung rufen, dass die "Wahrheit" Experten/seriöse Fachblätter verkünden und dann die Angstnummer abziehen. Zack! Gefickt! - Sowas durchdringt, lähmt und zementiert den Glauben uuuuungemein. Es muss nur irgendwie mehr oder weniger einleuchtend klingen oder ungefähr den Stammtischwahrheiten entsprechen. Es muss von einem "Experten" kommen und schon wird daraus eine "wahre" Botschaft, die zu verbreiten sich alle Medien anschicken.
Cui bono?
Der nächste Schritt ist dann, dass die neue "Wahrheit" über die nächsten paar Monate in unregelmäßigen Abständen in scheinbar verschiedenen Medien so oder ähnlich wiederholt wird. (Wir werden es erleben. Denkt an meine Worte!) Das macht man dann so lange, bis auch der letzte ein Gläubiger wird. Und ich höre schon das Echo beliebiger Stammtischdiskussionen: "Hab ich´s nicht immer gesagt! Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden/bewiesen, dass... bla bla bla".
Die haben aber einen Scheiss herausgefunden und noch nicht mal einen Furz bewiesen. Die raten nur, die wissen rein gar nichts. So sieht´s aus!
bionaut - Mo, 18. Okt, 21:37 - Systemfehler
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